Der Grenzstein am Mühlenberg
Der Grenzstein am Mühlenberg
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges vereinbarten das Hochstift Paderborn und das Kurkölnische Herzogtum Westfalen im Jahr 1669 einen gemeinsamen Grenzverlauf. Zur dauerhaften Kennzeichnung dieser Grenze wurden Grenzsteine gesetzt.
Bis dahin orientierte man sich häufig an natürlichen Merkmalen wie Bergen, Felsen, einzelnen Bäumen oder Gewässern. Da sich solche Orientierungspunkte im Laufe der Zeit verändern konnten, schuf man mit den Grenzsteinen dauerhaft erkennbare Grenzmarkierungen. Dank verbesserter Vermessungsmethoden konnten die Grenzverläufe nun deutlich genauer festgelegt werden.
Die sorgfältig aus Sandstein gefertigten Steine tragen auf einer Seite das steigende Pferd als Wappenzeichen des Kurkölnischen Herzogtums Westfalen und auf der anderen Seite das Paderborner Kreuz.
An einigen Grenzabschnitten mussten später noch offene Fragen geklärt werden. Dort setzte man zusätzliche Grenzsteine, die jeweils mit der Jahreszahl ihrer Aufstellung versehen wurden.
Der hier gezeigte Grenzstein trägt die Bezeichnung Landesgrenzstein 6a und wurde im Jahr 1712 errichtet. Seine eingearbeiteten Symbole und Inschriften zeigen alle wichtigen Informationen zur damaligen Grenze. Die Jahreszahl befindet sich unter dem Paderborner Kreuz.
Im beschädigten Ring um das Kreuz wurde Mitte des 19. Jahrhunderts die Zahl 225 eingekerbt. Sie entstand im Rahmen einer Nummerierung aller Marsberger Gemarkungssteine und diente ihrer besseren Erfassung und Zuordnung.
Diese historischen Grenzsteine sind bedeutende Zeugnisse der regionalen Geschichte. Sie prägen bis heute die Identität der Landschaft und stehen daher unter besonderem Schutz.

































