Hotel zur Post
Hotel zur Post
Hier, an dieser Stelle, befand sich bis 1974 das ehemalige „Hotel zur Post“.
Das Gebäude, welches der Marsberger Kaufmannsfamilie Becker gehörte, wurde bereits im 18. Jahrhundert errichtet und diente von 1800 bis 1880 als erste Marsberger Postexpedition. Ab 1827 gab es zweimal in der Woche eine Botenpost nach Büren, ab 1851 eine Personenpost nach Canstein-Arolsen und ab 1861 auch nach Fürstenberg. Daher stammt auch der früher in Marsberg übliche Name „Post-Beckers“.
Da zu dieser Zeit der gesamte Personen- und Frachtverkehr ausschließlich mit Pferden durchgeführt wurde, waren umfangreiche Stallungen und Wechselstationen für die Pferde notwendig; die Pferde wurden nur zwischen zwei Stationen eingesetzt und kehrten dann wieder zurück. Da in beiden Richtungen steile Anstiege aus dem Diemeltal heraus bewältigt werden mussten, waren auch zusätzliche Vorspannpferde vorzuhalten. Aus dieser Zeit stammt auch der Hotel- und Gaststättenbetrieb.
Mit der Einführung der Automobile wurden die Stallungen umgebaut und als „Autohalle“, dem Fortschritt entsprechend, umbenannt.
In den 60er Jahren betrieb Anton Grammel, von den Marsbergern damals liebevoll „Fuckel-Anton“ genannt, in dem kleinen Anbau an der Paulinenstraße eine Fahrrad- und Moped-Werkstatt. Er reparierte geduldig all das, was man selbst nicht hinbekam. Die „Kreidler-Florett“ in seinem kleinen Schaufenster war der Traum aller Jugendlichen und Junggebliebenen.
Auf dem freien Platz neben dem Hotel gab es in den 60er Jahren die ersten Fritten!
Am 17. April 1974 begann der Abriss des ortsbildprägenden Gebäudes.


































